Vom Begräbnis bis zum Grabstein
Zwischen der Beisetzung und dem endgültigen Grabmal liegt fast immer eine längere Zeit. In dieser Zeit steht auf dem Grab ein Holzkreuz — und zwar aus einem sehr praktischen Grund.
Warum nicht sofort ein Grabstein?
Ein frisch angelegtes Grab setzt sich. Die aufgefüllte Erde sackt über Monate nach, ungleichmäßig und abhängig von Boden und Witterung. Ein Grabstein, der auf diesen Untergrund gesetzt wird, kann sich neigen oder absinken — deshalb wartet man die Setzung ab. Bis dahin markiert ein Kreuz aus Holz die Stelle: leicht, ohne Fundament, jederzeit versetzbar.
Ein Holzkreuz ist von vornherein als vorübergehendes Grabmal gedacht, nicht als Grabmal für viele Jahre. Bei Erdgräbern steht es meist etwa zwölf Monate, bis sich das Erdreich gesetzt hat und der Grabstein gesetzt werden kann. Bei Urnengräbern kann der Stein oft früher kommen — dort ist das Holzkreuz häufig nur eine gestalterische Zwischenlösung.
Wie lange es im Einzelfall stehen darf, ist von Friedhof zu Friedhof verschieden. Häufig genannt werden sechs bis zwölf Monate; möglich sind je nach Ort auch kürzere oder längere Fristen. Verbindlich ist immer die Friedhofssatzung der jeweiligen Gemeinde oder die Auskunft der Friedhofsverwaltung.
Fragen Sie im Zweifel kurz bei der Friedhofsverwaltung nach: Wie lange soll gewartet werden, und gibt es Vorgaben zu Größe, Material oder Form des Kreuzes? Ein Anruf, der Ärger erspart — die Regelungen sind örtlich sehr unterschiedlich.
Was das Kreuz in dieser Zeit leistet
- Es macht das Grab auffindbar. Angehörige und Besucher finden die Stelle, auch wenn noch keine Bepflanzung da ist.
- Es nennt den Namen. Für viele ist genau das wichtig: dass da schon etwas steht und nicht nur Erde.
- Es überbrückt, ohne festzulegen. Die Entscheidung über das endgültige Grabmal hat Zeit — sie muss nicht in den ersten Wochen fallen.
Worauf es beim Holz ankommt
Das Kreuz steht ein Jahr oder länger im Freien, durch Regen, Frost und Sonne. Entscheidend sind zwei Dinge: eine feste Holzart und eine schützende Oberfläche. Wir arbeiten mit massiver Roteiche und lackieren jedes Kreuz — Roteiche ist hart, dichtfaserig und behält ihre Form.
Ein Naturprodukt bleibt es trotzdem. Maserung und Farbton fallen bei jedem Kreuz etwas anders aus, und nach Monaten im Freien sieht man dem Holz an, dass es draußen stand. Das ist kein Mangel, sondern gehört dazu. Unsere Kreuze sind darauf ausgelegt, die Übergangszeit bis zum Grabstein sicher zu überstehen — also die üblichen etwa zwölf Monate, bei guter Pflege auch länger. Ein Holzkreuz ist aber kein Grabmal für Jahrzehnte; dafür gibt es Stein und Metall.
Aufstellen
Unsere Kreuze laufen unten spitz zu und lassen sich ohne Werkzeug in die Erde einsetzen. Wie hoch das Kreuz am Ende steht, bestimmen Sie beim Einsetzen selbst. Auf frischem Grab geht das leicht; bei gefrorenem Boden hilft es, ein paar Wochen zu warten oder die Stelle vorzubohren.
Und wenn der Grabstein später kommt: Viele Familien behalten das Holzkreuz. Es findet oft einen Platz im Garten, an einem Baum oder im Haus.
Zeitplan in Stichworten
| Wann | Was |
|---|---|
| Direkt nach der Beisetzung | Holzkreuz mit Name und Daten setzen |
| Erste Wochen | Grab setzt sich, Bepflanzung nach Absprache mit der Verwaltung |
| Etwa 6–12 Monate | Setzungszeit; Auswahl des Grabmals in Ruhe |
| Danach | Grabstein wird gesetzt, Holzkreuz kann bleiben oder mitgenommen werden |
Die Zeitangaben sind Erfahrungswerte. Maßgeblich ist die Satzung des Friedhofs, auf dem beigesetzt wird.
Für die Übergangszeit: Fürs Erdgrab passen unsere Grabkreuze mit 155 cm, fürs Urnengrab die Urnenkreuze mit 85 oder 100 cm.
Ihr Kreuz gestalten
Vier Größen, vom Urnenkreuz bis zum großen Grabkreuz in Friedhofsgröße. Beschriftung inklusive.
Zum Online-Designer