Alternativen zum Grabkreuz
Bis der Grabstein gesetzt wird, steht auf den meisten Gräbern ein Holzkreuz. Doch nicht für jeden Menschen passt ein Kreuz, und nicht jeder Friedhof erlaubt alles. Ein Überblick, was es sonst gibt.
Bis zum Grabstein steht auf den meisten Gräbern ein Holzkreuz. Es gibt aber Alternativen: ein Namensschild aus Holz oder Metall, eine Holzstele ohne Kreuz oder eine kleine Grabtafel. Welche erlaubt sind, regelt die Satzung des Friedhofs.
Warum überhaupt etwas auf dem Grab stehen sollte
Zwischen Beisetzung und Grabstein liegen oft sechs bis zwölf Monate, weil sich das Erdreich erst setzen muss. In dieser Zeit braucht das Grab ein Zeichen: damit Angehörige es wiederfinden, damit der Name dasteht und damit die Stelle nicht wie ein leeres Stück Erde aussieht. Ein Kreuz ist dafür das Übliche, aber nicht die einzige Möglichkeit.
Die Möglichkeiten im Überblick
Holzkreuz
Der Klassiker. Gut sichtbar, mit Name und Daten beschriftet, ohne Fundament aufzustellen und nach der Grabzeit oft ein Erinnerungsstück für Garten oder Haus. Für Urnengräber passen 80 bis 100 cm, für Erdgräber rund 155 cm. Wie lange es hält, lesen Sie im Ratgeber Wie wetterfest ist ein Holzkreuz?
Namensschild am Stab
Ein kleines Schild aus Holz, Kunststoff oder Metall auf einem Stab, das in die Erde gesteckt wird. Viele Bestatter stellen es direkt nach der Beisetzung auf. Es ist günstig und unauffällig, aber klein: Auf einem großen Friedhof ist das Grab damit schwer wiederzufinden.
Holzstele oder Grabtafel aus Holz
Eine schlichte Stele oder Tafel aus Holz, ohne Kreuzform. Die naheliegende Wahl, wenn der Verstorbene nicht religiös war oder einer anderen Religion angehörte. Auf Wald- und Naturfriedhöfen sind Grabzeichen aus Holz manchmal sogar vorgeschrieben.
Metallkreuz
Kreuze aus Schmiedeeisen oder Edelstahl sind schwerer und deutlich teurer als Holz. Sie werden eher als dauerhaftes Grabzeichen gewählt, weniger für die Übergangszeit.
Nur Blumen und Grablicht
Manche Familien verzichten bis zum Grabstein ganz auf ein Grabzeichen. Das ist möglich, sofern die Friedhofssatzung es erlaubt. Bedenken Sie aber, dass Besucher das Grab dann nur schwer finden und nirgends ein Name steht.
Wenn ein Kreuz nicht passt
Ein Kreuz ist ein christliches Zeichen. Für Menschen, die keiner Kirche angehört haben, fühlt es sich für manche Angehörige nicht stimmig an. Dann ist eine Holzstele oder ein Namensschild die ehrlichere Wahl.
Wir fertigen ausschließlich Kreuze. Wer ein Kreuz möchte, aber ohne religiöses Symbol, kann bei uns im Online-Designer das Symbol weglassen oder oben einen eigenen Text setzen, etwa einen Spitznamen oder ein kurzes Wort.
Was der Friedhof erlaubt
Welche Grabzeichen zulässig sind, regelt die Satzung des jeweiligen Friedhofs. Typische Unterschiede von Ort zu Ort:
- Auf manchen Urnenfeldern sind nur liegende Grabzeichen erlaubt.
- Wald- und Naturfriedhöfe schreiben oft Material und Größe vor, teils ist nur ein Namensschild am Baum möglich.
- Für Grabzeichen gibt es häufig eine Höchsthöhe, manchmal getrennt für Erd- und Urnengräber.
Ein kurzer Anruf bei der Friedhofsverwaltung klärt das, bevor Sie etwas bestellen.
Und nach der Übergangszeit?
Für das dauerhafte Grabmal ist der Grabstein der Normalfall, als stehender Stein, Stele, liegende Platte oder Findling. Das Holzkreuz muss dann nicht weg: Viele Familien nehmen es mit nach Hause und stellen es im Garten auf.
Häufige Fragen
Muss auf einem Grab ein Kreuz stehen?
Nein. Ein Kreuz ist üblich, aber keine Pflicht. Ob und wie ein Grab bis zum Grabstein gekennzeichnet sein muss, regelt die Satzung des Friedhofs.
Was stellt man auf ein Grab, wenn der Verstorbene nicht religiös war?
Häufig eine schlichte Holzstele oder ein Namensschild aus Holz oder Metall. Wer die Kreuzform trotzdem mag, kann ein Kreuz ohne religiöses Symbol wählen.
Was steht auf einem Urnengrab bis zum Grabstein?
Meist ein kleines Holzkreuz mit 80 bis 100 cm Höhe oder ein Namensschild. Auf manchen Urnenfeldern sind nur liegende Grabzeichen erlaubt, das regelt die Friedhofssatzung.
Kann das Holzkreuz bleiben, wenn der Grabstein kommt?
Meist wird es abgeräumt, wenn der Stein gesetzt wird. Viele Familien nehmen es mit nach Hause und stellen es im Garten oder im Haus auf.
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